Die „Du bist Deutschland“-Debatte läuft mal wieder langsam aus. Was nun?
Wie wärs statt mit Nationen mal mit Religionen? Hier der kürzeste mir bekannte Schüttelreim:
Du bist
Buddhist.
(Wieso fällt mir der erst jetzt wieder ein?)
(Mehr Schüttelreime gibts hier.)
Dieser Beitrag wurde
am Mittwoch, dem 30. November 2005, um 11.54 Uhr veröffentlicht
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Rote
Tore
ist noch kürzer, wobei ich finde, daß es nicht schick ist, mit unbetonten Silben zu schütteln. Das tritt auch unter seriösen Schüttlern nur peripher auf.
Literaturempfehlung: Mittler, Franz:
Macht man denn aus Kalk die Terzen…? Schüttelreime.
Wien: Verlag der neuen Galerie 1938, 44 S.
Ah, der Experte meldet sich zu Wort.
Vielen Dank!
Aber unbetonte Silben sind doch immer beteiligt, oder? Oben ist es Buddh-, aber auch beim Klassiker
(wo ja auch die Lautverhärtung d⇒t wahrscheinlich nicht ganz ok ist, oder?) ist ja die Silbe „keu-“ auch nicht betont.
Oh, ich habe ganz verpeilt, dass du die Schüttelreime auch verlinktest. Würde mich nicht einmal wundern, wenn ich das hier las, sofort wieder vergaß und dann für meinen eigenen Einfall hielt.
Die Reimzeile besteht aus fünf Betonungen mit Auftakt, d.h., eine unbetonte Silbe wechselt immer mit einer betonten ab. Und da ist auch „keu-“ betont, natürlich ist „Hin-“ wichtiger, aber ich glaube, im Versmaß ist die Betonungshierarchie nicht so stark.
Lautverhärtung ist an sich nicht ok, allerdings kenne ich o.g. Schüttelreim von meinen mitteldeutschen Vorfahren, und da beruft man sich ja allzugern auf das Recht der t-d-Egalisierung. Aber wie wär’s mit einer Umdichtung, um dem Problem zu entgehen:
Auf diesem Klo hört man den Kanther heulen,
er wollt’ sich einen mit der Hand erkeulen.
(Jetzt haben wir in der zweiten Zeile einen Glottis zuviel, das ist aber m.E. erlaubt.)
Yesssss! Strike! (Der Kanther, großartig! Lautes Lachen schallt durchs Büro).
[...] Vorsatz: keinen Artikel mit „Du bist …„ anfangen lassen. [...]