Bis 25.3. mitmachen: Verfassungsbeschwerde gegen ELENA
Montag, 15. März 2010Wer betroffen ist, kann mitmachen bei der Verfassungsbeschwerde gegen ELENA, die der FoeBud organisiert.
Wer betroffen ist, kann mitmachen bei der Verfassungsbeschwerde gegen ELENA, die der FoeBud organisiert.
Gesammelte Links von Sonnabend, 13. März 2010:
… Achtzig Prozent der heutigen Bundestagsabgeordneten stammen aus wohlhabenden Verhältnissen, zum Anfang der Bundesrepublik war das einmal vollkommen anders. Bei aller Verantwortung und auch bei Grundannahme von Redlichkeit für die Parlamentarier, kann es der überwiegenden Mehrheit der Volksvertreter nicht leicht fallen, die Probleme des so genannten Prekariats zu verstehen. …
… war für uns Kinder ein schöner Ort. Unübersichtlich, voller Gewimmel und nicht so aufgeräumt wie Alexanderplatz. Auf der Friedrichstraße viele Westautos und im Bahnhof Westmenschen. Hinter dem Bahnhof der Intershop, in dem es nach Intershop roch und am Ende des Bahnhofes, wo schon fast Westen war, die alte Fußgängerbrücke hinab zum Schiffbauerdamm. Kein anderer Ort der Stadt, so schien es, hatte außerdem noch so viel von den alten Geschichten, von Kai aus der Kiste und Emil und den Detektiven.
Außerdem gab es viele interessante Automaten: Münztelefone, in denen man das Geld noch hinter Glas sehen konnte, schwarze Fahrkartenautomaten, auf denen der Preis noch in MDN ausgezeichnet war und die kleine Pappfahrkarten ausspuckten und später sogar einen echten DDR-Geldautomaten, an dem mein Onkel mit einer Plastekarte Geld bekam und den Münzwechselautomaten in der Post. All das zu einer Zeit, wo man Reichsbahnfahrkarten auch schon menügesteuert am elektronischen Fahrkartenautomaten bekam.
Der Münzwechselautomat hatte eines Tages den schönen Fehler, daß er nach dem Kurbeln für ein Zweimarkstück die erwarteten 4 Fünfziger ausspuckte und das eingeworfene Zweimarkstück dazu. Bis der Automat leer war, hatten wir jeder 20 Mark eingenommen. Damit fuhren wir wohl zum Alex, um Eis und Griletta zu kaufen.
Einträglicher war es noch, am Bahnhof auf Westmenschen zu warten, die ihr restliches Ostgeld vor der Rückreise loswerden mußten — es durfte nicht mitgenommen werden. Wir haben sie nicht direkt angebettelt, warten reichte schon, daß wir es angeboten bekamen.
Mittags das Elterngeld ins Wirtshaus tragen.
Gesammelte Links von Dienstag, 2. März 2010:
Die meisten werden sich noch erinnern können an die Gleise, die noch bis vorigen Sommer im Pflaster der Kynaststraße lagen. Die Stralauer Glaswerksbahn führte von der Ostkreuzer Ringbahnbrücke schräg über die Kynaststraße zum Glaswerk. Karl-Friedrich Seitz aus Schorndorf hat mir schon vor längerer Zeit freundlicherweise Fotos zur Verfügung gestellt, die er 1967 gemacht hat:
Smartphones und Laptops in Besprechungen sind eine Pest.
Daß ich die Nachricht vom Tode Frhr. v. Gravenreuths zuerst in der gedruckten FAZ lese, heißt wohl, daß diese schneller und ich langsamer geworden bin. Schön.
Gesammelte Links von Montag, 15. Februar 2010:
„Wenn der westliche Universalismus zu sehr von uneingestandenen eigenen Interessen durchsetzt ist, warten schon andere Universalismen darauf, ihn abzulösen.“ Mark Siemons über die Wertedebatte zwischen China und dem Westen. Er hätte vielleicht nervous system lieber mit Nervensystem übersetzen sollen, aber sonst ein sehr schöner Text.
Gesammelte Links von Sonnabend, 13. Februar 2010:
Heiko Werning in einem schönen Text über den Axolotl
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daß der Getränkelieferant Thor-Steinar-Klamotten trägt, bemerke ich leider erst, nachdem ich ihm Trinkgeld gegeben habe.
… so kalt, daß jetzt, abweichend vom üblichen Dreijahresrhythmus der See schon wieder zugefroren ist.
Gesammelte Links von Montag, 18. Januar 2010:
Jeder Penny, den Google verdient, und das sind eine Menge, spricht dafür, daß der Schwarm versagt hat.
Der neue Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel wollte das Ministerium im Wahlkampf eigentlich abschaffen. Nun versucht er mit markigen Worten zu gestalten: die Zusammenarbeit mit China wird beendet, Hilfsorganisationen in Afghanistan werden nur noch unterstützt, wenn sie mit der Bundeswehr zusammenarbeiten und die Entwicklungszusammenarbeit soll stärker der deutschen Wirtschaft nützen.
Volker Strübing und das Eisverkäuferproblem: was die Marktwirtschaft nicht gelöst bekommt.
Eingekauft. Den Wochenmarkt gibt es seit 1905. Dabei hat sich das Publikum im letzten Jahr so gewandelt, daß man denken könnte, er sei eine Nachwendeerfindung. Gut, daß er es nicht ist.
In der Zeitung ein Interview mit Jaron Lanier.
Bei der Stasi gewesen. War gut gewesen.
Max Goldt gelesen. Gefällt mir wieder besser, zwischendurch war er mir etwas fad.
Abends mit der Tochter im Krankenhaus gewesen. Wohl nichts schlimmes. Darüber aber nicht zum Kochen gekommen. Etwas hungrig jetzt.
(Nein, ich mache das jetzt nicht regelmäßig.)
Die Atemschaukel ist das anrührendste und sprachmächtigste Buch des letzten Jahres.
Psychoknast und Schizeria. Vom klinischen Irrsinn in der DDR: zum anhören und als Manuskript.
Frank Rieger in der FAZ: Der Mensch wird zum Datensatz. Eine gut geschriebene Zusammenfassung der Entwicklungen und Gefahren der Datensammlung durch Behörden und Wirtschaft.
Frank Rieger in der gedruckten FAZ. Ich lese die ja gefühlt schon immer, aber das fühlt sich irgendwie an.
Heute vor zwanzig Jahren wurde die Normannenstraße gestürmt: Interview mit Andreas Schreier vom zentralen Runden Tisch, Thomas Heises Sicht der Dinge. Morgen Volksfest in der Ruschestraße.
Wie hat das Internet Ihr Denken verändert: unter dieser Überschrift hat die FAZ zunächst Teile der Debatte in Wired nachgedruckt und befragt jetzt nach und nach Deutsche. Unterschiedlich interessant, gut finde ich Gerd Gigerenzer und Alexander Kluge. À propos: dcpt.tv gibt es auch im Internet. Ich habe das früher im Fernsehen immer eher als Radiosendung gehört und mache das jetzt auch so. Gibt es Leute, die sich das anschauen?
Polen/DDR: Der Streit um die Rinne
Lange Jahre nach 1945 haben die neuen, polnischen Einwohner Stettins in Unsicherheit gelebt, ob sie wirklich bleiben können. Es gab Indizien, daß das Territorium westlich der Oder zur Manövriermasse der Sowjetunion bei Verhandlungen mit der Bundesrepublik werden könnte. Die Forderung nach Rückkehr Stettins reichte in Westdeutschland bis in die Reihen derer, die seit den 60er Jahren für die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze eintraten. Und auch seitens der DDR hat es nicht an Anläufen gefehlt, die „Friedensgrenze“ in ihrem nördlichen Abschnitt zu unterminieren.
[…]
Dem Westen passte der Mauerbau gut ins Konzept – Im Schützengraben raucht man nicht: Paul Oestreicher über seine Zeit als BBC-Korrespondent in West-Berlin.
Dieses leise Erschrecken, wenn im Radio auf das Wort Bundesaußenminister nicht Genscher folgt.
Am Ostkreuz zerschweißen sie gerade die ehrfurchtgebietenden und doch anrührend anmutigen Stahlgerippe der alten Südkurve.
Der Kryptologe Bruce Schneier schreibt seit Jahren über das security theatre, das darin besteht, nach einem terroristischen Akt Sicherheitsmaßnahmen nach dessen genauem Verlauf zu planen, anstatt in die Zukunft zu denken. Ein guter Text anläßlich der aktuellen Ereignisse:
[…]
The best way to help people feel secure is by acting secure around them. Instead of reacting to terrorism with fear, we — and our leaders — need to react with indomitability, the kind of strength shown by President Franklin D. Roosevelt and Prime Minister Winston Churchill during World War II.
The best way to help people feel secure is by acting secure around them.By not overreacting, by not responding to movie-plot threats, and by not becoming defensive, we demonstrate the resilience of our society, in our laws, our culture, our freedoms. There is a difference between indomitability and arrogant „bring ‚em on“ rhetoric. There’s a difference between accepting the inherent risk that comes with a free and open society, and hyping the threats.
We should treat terrorists like common criminals and give them all the benefits of true and open justice — not merely because it demonstrates our indomitability, but because it makes us all safer.
[…]
Gesammelte Links von Dienstag, 15. Dezember 2009:
Ein Interview mit dem Ernest Wichner, dem Leiter des Berliner Literaturhauses zum über die heutige Wirkung der Securitate
Das Interview zum Hören (am Anfang fehlt ein Stück, das nur im geschriebenen Text ist)
Die Uferbebauung in Berlin ist ein heißes Thema. Am morgigen Montag findet eine Informationsveranstaltung für die Planung des Gebietes Paul-und-Paula-Ufer bis Ostkreuz statt. Das Ufer wird hier zwar freigehalten, dahinter ist aber sehr dichte, hohe Bebauung geplant. Wer sich informieren und einmischen will (ja, das ist hier noch möglich), kommt am
Nun bin ich Opfer eines Kreditkartenbetruges geworden. Wobei Opfer eigentlich ein zu starkes Wort ist, denn die Bank sagt, sie wird die Buchungen auf meinem Konto rückgängig machen und wohl auf den Kosten sitzenbleiben.
Interessant aber, wo Verbrecher so einkaufen: alle Zahlungen passierten in den USA (wo ich noch nie war), und zwar am ersten Tag für 65,17 € und 60,31 € bei Sally Beauty (Schönheitspflege) und für 99,95 € im Hummerrestaurant, am nächsten Tag für 28,99 € bei Chevron, für 1,95 bei Texaco und für 11,46 € bei Chinese Gourmet. Am dritten Tage dann 10,07 € bei Burger King.
Eigentlich doch nicht so interessant, nur das Hummerrestaurant macht sie irgendwie sympathisch.
Gesammelte Links von Montag, 7. Dezember 2009:
„… Zeiten, in denen man noch Enzyklopädien pflegen konnte, die nicht von Gartenzwergen gemacht wurden.“ Spalanzani nimmt Technologiekritik vor Katrin Passig in Schutz.
Gesammelte Links von Dienstag, 1. Dezember 2009:
Familienministerin Kristina Köhler hat in der FAZ wenig Spuren hinterlassen
Am Inseleingang liegt das verwunschene Glaswerk — 1889 gegründet — in dem bis in die 1997 Flaschen für die benachbarte Brauerei hergestellt wurden. Vermutlich wird es nicht immer verwunschen bleiben, denn die Stralauer Grundstücke sind bei Investoren sehr begehrt.
Das Bürgerforum Stralau hat gemeinsam mit Studenten der Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin im Sommer einen Workshop durchgeführt, in dem Stralauer Anwohner eigene Vorstellungen von der Zukunft des Geländes entwickelten. Die Workshopergebnisse (PDF) werden nun auf einer Bürgerversammlung vorgestellt und diskutiert:
Gesammelte Links von Montag, 30. November 2009:
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Wir erkennen in dem teilweise aufwändig inszenierten Gedenken an den 9. Oktober und 9.
November eine Domestizierung des Geistes von 1989.
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In den öffentlichen Würdigungen von „Friedlicher Revolution“, „Wende“, „Umbruch“ oder schlicht: „1989“ wird der Vereinigungsprozess, die „Wende in der Wende“ ausgeblendet.
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Es gibt noch immer zu wenig Austausch über Schuld und Verantwortung zwischen Menschen mit ihren so verschiedenen Ostbiografien. Und es gibt noch immer zu wenig Austausch zwischen Menschen aus Ost und West. Eine lebendige Demokratie aber scheut die Versöhnung nicht. Sie ist auf ein Klima angewiesen, in dem Auffassungen nicht bereits feststehen und zur Anpassung freigegeben werden, sondern in dem auf der Basis von Wertschätzung und Respekt für das, was ist Neues gedeihen kann. Angesichts der beunruhigenden Ablehnung von Demokratie durch die Mehrheit der ostdeutschen Bevölkerung ist ein Dialog, der die Erfahrung von Teilhabe ermöglicht, dringend geboten.
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