Auf nach Leipzig!

Dienstag, 30. September 2014

Es wird dunkel. Eine Woche lang werden wir eintauchen in fremde Welten bis der Kinokopfschmerz einsetzt. Vom 27. Oktober bis 2. November läuft das 57. Internationale Festival für Dokumentar- und Animationsfilm in Leipzig. Ein letztes Mal mit Claas Danielsen. Länderschwerpunkt ist Jugoslawien, die Retrospektive zeigt Kameramänner der DEFA. Eröffnet wird mit Laura Poitras’ „CITIZENFOUR“.

Seufz

Montag, 14. Juli 2014

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Ach ja

Montag, 14. Juli 2014

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Veranstaltung zum DDR-Durchgangsheim in Stralau

Donnerstag, 19. Juni 2014

In der heutigen Thalia-Grundschule befand sich zu DDR-Zeiten ein sogenanntes Durchgangsheim im System der Jugendwerkhöfe, in dem Kinder teils sehr schlimme Erfahrungen gemacht haben. Seit einiger Zeit schon gibt es von verschiedenen Seiten die Forderung nach einer Gedenktafel an der Schule und von anderen Seiten Ablehnung.

Am 30. Juni 2014 findet ein öffentliches Expertenhearing statt, u.a. mit ehemaligen Insassen, Ulrike Poppe (heute Stasi-Beauftragte in Brandenburg und einst selbst Erzieherin im DH) und Detlef Krenz vom Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg:

Mo., 30. Juni 2014, 14-18 Uhr, Studiobühne Alte Feuerwache, Marchlewskistraße 6, 10243 Berlin.

Anmeldung und nähere Informationen:
FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Christiana Hoppe
Adalbertstr. 95A
10999 Berlin
Tel. +49-30-50585233
Fax + 49-30-50585258
gedenktafeln@fhxb-museum.de

DOK-Leipzig 2013: Stop the Pounding Heart

Freitag, 8. November 2013

Stop the Pounding Heart (Roberto Minervini, USA 2013, 100 min.) — Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilme

Eine vierzehnköpfige sehr fromme Familie, die auf dem texanischen Land vom Ziegenmelken und Käseverkauf lebt und ihre Kinder zu hause unterrichtet. Eine Nachbarsfamilie. Und die anderen Nachbarn: Cowboys, die Rodeos durchführen. Stop the Pounding Heart begleitet vor allem die Familie und in dieser vor allem die vierzehnjährige Sara. Wir erleben die Kinder beim wilden Spielen auf dem Bauernhof, die Töchter mit der Mutter beim Verkauf von Käse („handgemolken, handgekäst“) auf umliegenden Wochenmärkten und Familiengespräche über das Leben und die Religion.

Es ist berührend, zu sehen, wie die Mutter ganz wach und konzentriert bei ihren Kindern ist und ihre Lebenserfahrung und Überzeugungen weitergibt. Dazu gehört dann allerdings auch, daß die Frau die Gehilfin des Mannes sein soll. Wie in vielen Dokumentarfilmen, die Menschen begleiten, funktioniert hier Natürlichkeit durch den Trick, daß die Kamera die Menschen über eine sehr lange Zeit begleitet, bis die Menschen sie aus den Augen verlieren. Durch das viele Filmmaterial ist es dann möglich, später dem Film eine eigene Handlung zu verleihen: die Warnungen der Mutter vor leichtfertigem Dating vor der Ehe werden gegen das leichte Flirten zwischen Sara und einem der Cowboyjungen geschnitten. Wir erleben eine Geburt. Im Gespräch mit ihren Schwestern sagt Sara, die sich sonst ganz liebevoll um ihre kleinen Brüder kümmert, daß sie nicht wie die anderen heiraten und Kinder bekommen will.

Stop the Pounding Heart ist ein stiller Film, der nicht vorgibt, viel zu erzählen zu haben, aber uns gerade durch diese Ruhe den Einstieg in diese fremde Welt erleichtert, uns mit den Figuren mitnimmt und eine Geschichte entwickelt.

Schön, daß hinterher noch ein Gespräch mit Sara und ihren Eltern möglich war. Schön, daß da interessierte Fragen gestellt wurden und nicht (wie es in anderen Jahren auch schon war) sich aufgeklärte Frager aus dem Publikum profilieren wollten. Schön zu sehen, wie Sara ihren Wunsch, anders zu sein als ihre Familie und zu reisen, wahrgemacht hat: angeregt durch den Film macht sie jetzt selbst Filme. Schön, daß die Familie die Kamera auf den Hof gelassen hat — der Vater erzählte von seinen Bedenken wegen amerikanischem Reality-TV, das gern voyeuristisch über fromme Hinterwäldler berichtet.

Und er hatte recht: der Film spart die Konflikte, die rund um die konservativen Anschauungen entstehen, nicht aus. Dennoch werden die Protagonisten nicht vorgeführt, sondern stehen für sich.

Stop the pounding heart hat in Leipzig die Goldene Taube für lange Dokumentarfilme gewonnen.

Dok-Leipzig 2013: Rougarouing

Donnerstag, 7. November 2013

Rougarouing (Michael Palmieri, USA 2013, 11 min.) — Internationaler Wettbewerb für kurze Dokumentarfilme

Louisiana: eine Cajun-Extremfastnacht im Schlamm. Es werden wundervolle Masken getragen, alles wirkt von fern alemannisch-archaisch, allein, es ist deutlich schmutziger und brutaler. Männer, Frauen, Kinder wälzen sich im Schlamm, schlagen aufeinander ein, peitschen sich mit dicken Tauen aus, ein Huhn sitzt in einem Käfig auf einer Stange und muß heruntergeschlagen werden.

Für einen Schwarz-Weiß-Film ungewöhnlich kontrastarm. Das verleiht Rougarouing eine seltsam unwirkliche Atmosphäre, die passend zum Inhalt ist.

Schweigen

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Hier war lange Schweigen. Schlimme Dinge sind geschehen und noch nicht vorüber. Aber das Schweigen soll ein Ende haben: übernächste Woche ist wieder Dokfilmfest in Leipzig.

Am Nachbartisch

Sonnabend, 6. April 2013

Er scheint großes Interesse an ihr zu haben, sie wirkt indifferent. Beim Gehen: „Bist du eigentlich auch bei Facebook?” Die demütigend lange Pause vor ihrem Nein.

Strafen statt Verständnis. Erfahrungen aus dem Durchgangsheim Alt-Stralau

Mittwoch, 6. März 2013

Mittwoch, 13. März 2013, 17.30 – 19.30 Uhr

Thalia Grundschule, Alt-Stralau 34, 10245 Berlin

Die so genannten Durchgangsheime (D-Heime) gelten in der Forschung als die am meisten vernachlässigten Einrichtungen der DDR-Jugendhilfe. Minderjährige warteten hier oft Wochen auf eine Entscheidung über ihre weitere Unterbringung. Bewachung und Kontrolle waren dabei meist wichtiger als Verständnis für die Kinder und Jugendlichen.
Vermeintliche Fürsorge wurde viel zu oft zur Repression. Lebensläufe ehemaliger Heimkinder bezeugen neben den schwierigen Erfahrungen jedoch auch den Mut und die Kraft junger Menschen, sich zu behaupten.
Im Gebäude des ehemaligen Durchgangsheims Alt-Stralau befindet sich heute die Thalia Grundschule. Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie die interessierte Öffentlichkeit sind eingeladen, am historischen Ort Berichte von Zeitzeugen zu hören und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Podiumsgespräch:

  • Claudia Engelhardt (1986 im D-Heim Alt-Stralau)
  • Dirk Meinert (Ende der Sechzigerjahre mehrfach im D-Heim Alt-Stralau)
  • Wolfgang Wenzel (1960 im D-Heim Alt-Stralau)

Moderation: Elena Demke (Referentin beim Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen)

Veranstaltet vom Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Kooperation mit der Thalia Grundschule

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Zum gleichen Thema: Ulrike Poppe über ihre Zeit als Erzieherin im Stralauer Durchgangsheim

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Donnerstag, 21. Juni 2012

Friedrichstraße, Stadtbahnsteig. Ich löffle ein Eis und warte auf die S-Bahn. Eine wohl magersüchtige Frau steckt sich eine Zigarette an. Ich schaue und frage mich, warum sie so achtlos mit ihrem Körper umgeht. Sie mustert mich abschätzig. So sehen wir uns unfreundlich an, bis mir auffällt, was sie sieht: einen dicken eisessenden Mann. Und sie fragt sich, warum er so achtlos mit seinem Körper umgeht. Normalenterror. Ich muß lächeln.

Ein Sonntag auf dem Eis

Sonntag, 12. Februar 2012
Stralau auf dem Eis
Wie bei Breughel: heute vormittag war ganz Stralau auf dem Eis des Rummelsburger Sees. Klicken macht groß

Eis

Freitag, 3. Februar 2012

Eis auf dem Rummelsburger See, Winter 2012

Es ist das dritte Jahr in Folge, daß der See zugefroren ist. Vorher passierte das nur ungefähr aller drei Jahre. In der Zeitung schreiben sie, daß auch die harten Winter eine Folge des Klimawandels sind.

Heute: Bürgerversammlung zum Baugebiet an der Mole (Ostkreuz/Rummelsburg/Stralau)

Montag, 16. Januar 2012

Das sehr große Baugebiet an der Mole (Ostkreuz/Rummelsburger Bucht) wird neugeplant. Leider hat das Bezirksamt Lichtenberg sich für einen Entwurf entschieden, ohne auf den Bürgerwillen einzugehen. Heute soll darüber diskutiert werden und ein Grundstein für einen Alternativentwurf gelegt werden:

Bürgerversammlung
19.00 Uhr
in der Aula des Oberstufenzentrums Marktstraße 2–3, 10317 Berlin-Rummelsburg

Fröhliche Weihnachten!

Sonnabend, 24. Dezember 2011
Manfred Bofingers Grab in Stralau
Manfred Bofingers Grab in Stralau. Klicken macht groß.

Sonst fliegt der Laden auseinander

Donnerstag, 22. Dezember 2011

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Klar, ich kann der NPD vorwerfen, dass sie Kinderfeste in Mecklenburg veranstaltet und die Kinder an sich gewöhnt, nur: Wenn ich selbst keine veranstalte, dann wird sie dieses Terrain besetzen. Wenn in einer Berliner Grundschule wie in Müggelheim damit geworben wird, dass „die Sozialstruktur sehr homogen“ ist und nur „wenige Kinder einen ausländischen Pass“ haben, kommt man dem Problem näher.

[Interview mit Thomas Heise]

Links

Freitag, 16. Dezember 2011
  • Erschütternd: Ulrike Poppe über ihre Zeit als Erzieherin im Stralauer Jugendwerkhof-Durchgangsheim
  • Die teure Sparsamkeit

    Im internationalen Vergleich waren deutsche Städte immer sicher und frei von Slums. Das war die unmittelbare Folge einer großzügigen Wohnungsbauförderung, die wir uns Jahrzehnte lang geleistet haben. Wenn wir jetzt meinen, am Wohnungsbau sparen zu müssen, ist die Entstehung von Ghettos in unseren Städten vorprogrammiert. Und wenn die Finanzminister dafür die Folgekosten zu bezahlen haben, werden sie ihre Vorgänger verfluchen, also diejenigen, die heute an der Wohnungsbaupolitik sparen.

  • Gute Deutsche

    Montag, 31. Oktober 2011

    Mein Opa nannte es „Erziehung durch Beschämung“, wenn er uns statt Strafe Süßigkeiten gab.

    Marcus Jauer schreibt über den klassischen Umtauschbetrug kurz vor der Währungsunion, in der Druckausgabe vom Wochenende hieß der Text noch einfach „Danke!“

    Jüngerinnen und Jünger

    Sonntag, 30. Oktober 2011

    Eine jener Taufen, bei denen die Angehörigen die Liturgie nicht mehr kennen. Die Paten lesen den Taufbefehl (Mt. 28) in einer Form, in der in Vers 16 von den „Jüngerinnen und Jüngern“ die Rede ist, die sich zum Berg aufmachen. Ich vermute, daß der Text aus der „Bibel in gerechter Sprache“ (gibt’s nicht online) stammt, die leider häufig über zu viel Gerechtigkeit die Sprache vernachlässigt.

    Abgesehen davon, daß die „-innen und“-Form sprachliche Blähung ist und auf Verwechslung von grammatischem mit biologischem Geschlecht beruht, waren die elf übriggebliebenen Jünger ja wirklich Männer. Hier noch Jüngerinnen hinzuzuerfinden ist unhistorisch. Das kann man ungerecht finden oder aber Ausdruck der damaligen Zeit. Aber alles was heute anders ist (oder sein soll), weichzuspülen und zu verstecken, macht mich unmündig. Vielleicht reicht es, sich einfach daran zu erinnern, daß auch die Bibel von Menschen geschrieben worden ist.

    Nach Leipzig!

    Freitag, 21. Oktober 2011

    Dieses Jahr wegen der Kinder etwas kürzer als sonst, aber nun endlich doch nach Leipzig zur Dokfilmwoche. Die elektrische Programmübersicht ist leider unübersichtlich wie immer, sonst herrscht Freude und Hoffnung auf eineinhalb Tage großes Kino!

    Puh FAZ, …

    Dienstag, 4. Oktober 2011

    … es ist ja schön, daß es auf Deinen Seiten nicht mehr wie 1995 aussieht. Daß ich als Abonnent keinen Zugriff auf die Texte der aktuellen Druckausgabe mehr habe, ist schade, aber das könnt Ihr vielleicht verschmerzen. Und auf dem N8 läßt sich die winzige Schrift von FAZ-mobil nicht vergrößern. Doch wer testet schon noch auf Symbian-Geräten.

    Aber daß alle Links zu Artikeln von vor dem 3. Oktober jetzt kaputt sind, ist schon echt mutig.

    Cool URIs don’t change.

    Nein, lieber ADFC, …

    Sonntag, 2. Oktober 2011

    … der Mensch ist nicht die Schwachstelle. Und wenn immer wieder Fahrradfahrer durch rechtsabbiegende Autos ums Leben kommen, dann sollte langsam klarwerden, daß Sonderregeln nichts bringen und Fahrradfahrer weder auf Radwegen noch auf Sonderstreifen, sondern schlicht auf der Straße am sichersten sind.

    Aber dann wird auch die ständige Forderung des Verbandes nach mehr Geld für den Fahrradverkehr sinnlos.

    Keine Verlängerung

    Mittwoch, 28. September 2011

    Erinnerung der Grünen an ihr Wahlversprechen: Demonstration vor der Landesdelegiertenkonferenz, die die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen beschließen soll gegen die Verlängerung der Stadtautobahn.

    Treffen diesen Freitag 16.15 Uhr vor dem Konzertsaal der Hochschule Universität der Künste, Bundesallee 1-2.

    Erwachsenendinge tun

    Sonntag, 25. September 2011

    Die kurzen Momente des Atemholens: bevor der Kleine Hunger hat oder die Große vom Mittagsschlaf erwacht, am Fenster sitzen, das schräg auf die Straße geht, Zeitung lesen, Deutschlandfunk hören und der Herbstsonne auf der Fassade zuschauen. Erwachsenendinge tun.

    ~

    In der ganzen Straße sind zwar die historischen Fassaden wiederhergestellt worden, allerdings hat man alles mit einem plumpen Rauhputz überzogen — diesen hätten sich die Putti zur Bauzeit wohl nicht träumen lassen.

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    Der außer der Reihe am Freitagabend ausgestrahlte „Polizeiruf 110: Denn sie wissen nicht, was sie tun“ ist ein sehr gutes Stück deutsches Fernsehen: packend, rhythmisch, mit anrührender Kamera und einem großartigen Matthias Brandt. Sehr ärgerlich ist die Begründung für die Verschiebung auf den späten Abend aus Jugendschutzgründen: brutalere Bilder gab es schon in einigen anderen Sonntagabendfilmen. Der andere angegebene Grund, daß der Staat komplett versagt und es keine klare Unterscheidung zwischen Gut und Böse gibt, spielt deutlich in die Hände derer, die bei Jugendschutz immer gleich Zensur schreien: Im Film gibt es Kompetenzstreitigkeiten zwischen Münchner Polizei, LKA und Verfassungsschutz. Ein paar Dinge werden unter den Teppich gekehrt und der Anschlag, der hätte verhindert werden können, am Ende Al-Kaida in die Schuhe geschoben. Es gibt einen Innenminister und seinen Staatssekretär, denen die öffentliche Meinung wichtiger als die Kriminalitätsverhinderung ist.

    ~

    Es sieht so aus, als hätten sich SPD und Grüne auf eine stille Beerdigung der A100 geeinigt. Schön! Liquid Democracy hin oder her, aber etwas Haltung in dieser Frage hätte der Piratenpartei gutgetan. So kann man nur froh sein, daß es am Ende doch noch für Rot-Grün gereicht hat.

    Flake — Mein Leben

    Montag, 12. September 2011

    Inhaltlich nichts neues, aber ein paar neue Bilder und ganz hübsch erzählt.

    Teil eins:

    Teil zwei:

    Teil drei:

    Durchsage

    Montag, 8. August 2011

    Nonsense ist kein deutsches Wort. Deutsche Übersetzungen des englischen nonsense (nach dict.leo.org):

    • Nonsens
    • Flause
    • Humbug
    • Kokolores
    • Mumpitz
    • Quatsch
    • Schmus
    • Stuß
    • Unsinn
    • Widersinn

    Sie wurden belehrt.

    Ein kleiner Bruder

    Donnerstag, 28. Juli 2011

    Gestern hat unsere Tochter einen kleinen Bruder bekommen.

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    Auf dem Krankenhausflur ein Paar, er ein Schrank von einem Mann, tätowiert, T-Shirt mit dem in Neonazikreisen beliebten Spruch der WK-2-Fallschirmjäger „Klagt nicht, kämpft“. Auf der Geburtsstation urst komisch.

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    Eine Geburt ist ein so schwieriger und erstaunlich fragiler Prozeß, daß man sich fragt, warum es die Menschheit überhaupt noch gibt.

    ~

    Das Krankenhaus Friedrichshain wird von alten Leuten die Knochenburg genannt. Auch Paula hat dort die Geburt ihres dritten Kindes nicht überlebt. Aber Paula ist Legende und außerdem ist dort jetzt alles neu und so ist unsere erste Tochter in Friedrichshain zur Welt gekommen — keine gute Idee (zumindest die Kinderintensivstation).

    Nun also St. Joseph in Tempelhof — ein Unterschied wie Tag und Nacht. Man hat Zeit, es gibt keine Sinnlosbehandlungen, nur weil die Technik dafür vorhanden ist. Dafür gibt es Ansprache. Der Krankenhausrhythmus tritt zurück und wir werden als Individuen behandelt.

    Nachrichtenmelodik

    Dienstag, 26. Juli 2011

    Mein kleiner Bruder macht schöne Sachen. Zum Beispiel Features zum Studiengang Nachrichtenmelodik:

    Forum Campus by Scott Hühnerkrisp

    Aufm Finanzamt

    Sonnabend, 23. Juli 2011

    Finanzamt Friedrichshain-Kreuzberg am Mehringdamm

    Tagebuch eines Landpfarrers

    Montag, 20. Juni 2011

    []

    Du bewohnst einen winzigen Ausschnitt von Welt; kauerst gewissermaßen in deiner Hundehütte und wartest auf den Knochen, den man dir täglich hinwirft. Dein Leben ist intensivst wie eindeutig geprägt von dem Verlangen, siegen- und rechthaben zu wollen. Dabei hast du noch gar nicht begriffen, daß in diesem Leben niemand einen Sieg davontragen kann. Der einzige Sieger ist der Gott der Zeit, der deine Hütte in eine Ruine verwandeln und auf deinen Namen Sand und Asche streuen wird. Der Fürst der Welt wird am Ende ein weinender Greis sein. Christus hat die vollständige Überwindung eines Denkens, welches in den Kategorien von Sieg und Niederlage sich bewegt, angekündigt und vorgelebt. Die Nacht ist empfindlich kühl. Mein Weg führt durch ein Europa des Geistes. Ich setze mich ans Schachbrett mit dem festen Willen, unbedingt eine Niederlage davonzutragen. In der Niederlage webt jene Schönheit der Schlange, die im Ried sich verbirgt. Man muß verlieren wollen; unbedingt verlieren wollen.

    []

    Ulrich Fentzloff schreibt das Tagebuch eines Landpfarrers

    Hartmuth und die Hitmaschine …

    Sonnabend, 18. Juni 2011

    … sind wieder da.

    Norwegian Wood:

    Beatbox Battle: