Es ist ein Korpsgeist. Die Berliner Behördenmitarbeiter, die sind auch nicht besonders mutig, die wollen ihren Job nicht verlieren und akzeptieren schon mal Unregelmäßigkeiten. Die Finanzkrise hat dieses System nicht ins Wanken gebracht.
Es war, als hörte man noch einmal die fernen Echos rassistischer Unterdrückung, gegen die schon Ray Charles und Nina Simone angesungen hatten. In dieser Hinsicht hatte seine an sich strikt unpolitisch gehaltene, oft aber von einem infantilen Weltverbesserungsdrang beseelte Musik vielleicht nicht weniger Emanzipations- und sogar Utopiepotential als die der großen Soulsänger der fünfziger und sechziger Jahre.
So war Michael Jackson in mehrerer Hinsicht auf der Flucht – vor seiner Kindheit, seiner Hautfarbe und Sexualität. Seine Geheimniskrämerei und Schrulligkeit, zu der praktisch alles erklärt wurde, was er tat und von sich gab, sind vor diesem Hintergrund zweitrangig. Dass er trotzdem das erste und nach wie vor einzige schwarze Idol außerhalb des Jazz wurde, lässt ahnen, mit welcher Anstrengung dieser Weg verbunden gewesen sein mag.
Old Map App allows an iPhone user to explore the effects of time on geography and urban development.
The application displays layers of geo-referenced historical maps projected onto a modern coordinate system, so that the same location can be compared over time. Layers can be faded, adjusted, and explored freely. If the user is located within the region of the historical map, the user's position will be mapped on the old maps to the position of the compass indicator.
Allerdings gibt es beim Pharus-Verlag selbst alle historischen Pläne im Reprint, was erheblich schöner ist, als die gescannte Ausgabe. Ich selbst habe gestern einen wunderschön reproduzierten Berlin-Plan von 1905 bei Berlin-Story unter den Linden gekauft, und kann nur raten, es mir gleichzutun.
Das ist ein etwas schiefes Bild, aber darauf kommt es wohl weniger an:
Aufruf zur stillen Kundgebung am Donnerstag, den 25.06.2009!
Aus aktuellem Anlass und am gleichen Tag wie in Teheran wird für
diesen Donnerstag zu einer europaweiten Lichterkette aufgerufen.
Mit der Aktion sollen gleichzeitig in mindestens 9 europäischen
Metropolen der zahlreichen Opfer während der Demonstrationen nach den
Präsidentschaftswahlen im Iran gedacht werden.
Alle Teilnehmer werden gebeten als Zeichen der Trauer für die
getöteten jungen Demonstranten schwarze Kleidung zu tragen und eine
Kerze mitzubringen, welche gemeinsam gezündet wird.
Wo?
Berlin, bei der Gedächtniskirche am Breitscheitplatz (nähe Bahnhof
Zoologischer Garten)
Wann?
Am 25.06.2009 (Donnerstag) zwischen 21.30 und 22.30 Uhr.
Es wird immer schwieriger, von Deutschland aus mit den Menschen in Iran Kontakt aufzunehmen. Erst wurde es auf den Internetplattformen still, jetzt werden auch authentische E-Mail-Botschaften immer seltener. Jede Form von offenen Telefonaten verbietet sich: Sie werden abgehört.
Zur Archivarbeit gehören Ideen, und den Einfall, nach Kurras zu fragen, hatte nicht einmal der emsige Autor eines Buches über dessen Opfer Benno Ohnesorg. Die Birthler-Behörde wäre als Großforschungsbetrieb überfordert.
[Heute in der gedruckten Ausgabe auch ein langer spannender Text über die Steuerung von Teilen der Studentenbewegung durch die Stasi]
Viele Informatiker sind Täter; sie haben beispielsweise Sexualdelikte begangen oder sind verantwortlich für Bluttaten in der eigenen Familie. Meiner Meinung nach ist ihr Gehirn in der Informatiktechnik außer Kontrolle geraten. Bekanntlich bedienen sich Informatiker des Kokses. Das steigert die Fantasie, und sie können effizienter und kreativer programmieren …
Ausspähung von Aufsichtsräten und Journalisten – die Telekom-Affäre wirft ein Licht auf die sonst auf Diskretion bedachte Sicherheitsbranche. Einblicke in ein Geschäft, das in etwa so organisiert ist wie die Baubranche – und in dem Ex-Stasi-Mitarbeiter sich als Privatdetektive verdingen.
Schon vor über einem Jahr hat der österreichische Journalist Erich Möchel für Futurezone zur Siemens Intelligence Platform recherchiert und festgestellt, daß dieses System in den meisten europäischen Staaten illegal wäre.
Das Wallstreet-Journal beruft sich auf iranische Experten, die Belege haben wollen, daß diese Plattform von Nokia-Siemens-Networks (einem 50/50-Joint-Venture, in dem die Netzwerksparten von Nokia und Siemens zusammengefaßt sind) an den Iran geliefert wurde und jetzt dort zur Unterdrückung eingesetzt wird.
Während es sich bei den Monitoring Centers um seit längerem gebräuchliches Gerät zur Mobilfunküberwachung handelt, ist die Intelligence Platform für Geheimdienste totalitärer Staaten nachgerade maßgeschneidert.
Von der Kfz-Datenbank über die Informationen aus Mautsystemen, Verkehrsdaten von Telefonie und Internet bis hin zu Informationen zu Flugbewegungen und Details aus Abrechnungen der Krankenversicherung, Biometriedatenbanken und Kontobewegungen verarbeitet die von Siemens in München entwickelte Intelligence Platform einfach alles. Gesucht wird nach Mustern, Spracherkennung ist inkludiert.
Die Webseite von NSN zum Thema. Die Intelligence Platform gehört allerdings inzwischen nicht mehr NSN, sondern wurde im März an die Perusa-Beteiligungsgesellschaft verkauft.
Weblog-Artikel, in dem Ben Roome von NSN klarstellt, zwar Abhöranlagen für Sprachtelefonie, jedoch keine Zensurinfrastruktur in den Iran geliefert zu haben.
Wie es auch gehen kann: Google, Microsoft und Yahoo arbeiten gemeinsam mit Menschenrechtsorganisationen bei der Global Network Initiative, die Standards für Unternehmen aufstellt, um Redefreiheit und Datenschutz zu bewahren.
Nachtrag 23. Juni: Statistiken, wann geblockt wurde und was.
From the Americas to Europe to the Middle East to Africa and Asia, companies in the information and communications industries face increasing government pressure to comply with domestic laws and policies that require censorship and disclosure of personal information in ways that conflict with internationally recognized human rights laws and standards.
The Initiative is founded upon new Principles on Freedom of Expression and Privacy – supported by specific implementation commitments and a framework for accountability and learning – that provide a systematic approach for companies, NGOs, investors, academics and others to work together in resisting efforts by governments that seek to enlist companies in acts of censorship and surveillance that violate international standards.
Ob das wohl was bedeutet? Das Büro ist in die Schönhauser Allee umgezogen, schräg gegenüber von da, wo einst das Wydoks war. Vor einer ganzen Weile aus Prenzlauer Berg weggezogen, kehre ich nun gewissermaßen zurück als Teil einer großen Maschine, die — auch vor einer ganzen Weile — einmal das Leben der Menschen verändert hat und es jetzt ganz gern wieder tun würde. Die anderen sind smarte junge Menschen, für die Prenzlauer Berg Teil einer bekannten Welt ist, zu der ganz ähnliche Stadtteile in Vancouver, Tel Aviv und London gehören. Stadtteile, die so international sind, daß sie austauschbar werden.
Geschichten von Berlin als einer Stadt, die älter ist, sind für sie unwirklich. Für den, der ich damals war, wäre ich jetzt auch unwirklich. Und hier ist alles anders.
Is schon verschärft, dis … Also, daß wir im Ernst gedacht haben, daß man wirklich wat verändern kann, wenn man jetzt eigene Cafés & Kneipen hat. It is wirklich sehr blauäugig gedacht, irgendwie, aber auch sehr liebenswert …
Bei diesem Kaffeetrinken unterhielten wir uns über die unterschiedlichen Angebote, die das Heim macht, und die ja alle freiwillig sind. Ich erwähnte den Gottesdienst und wie gern Mama den besucht. Daraufhin wurde der Mann unglaublich aggressiv und sagte in einem sehr scharfen Tonfall: "Mit den Kranken kann man es ja machen. Die können sich nicht wehren … billige Vertröstung … Opium für das Volk … Notlage ausnutzen" und andere Schlagwörter dieser Art kamen.
Ich kenne es von den alten Bundesländern durchaus, daß Leute sich nicht für Religion interessieren. Dann reagieren sie eher gleichgültig und vielleicht herablassend, aber diese Form von schneidender Aggressivität wie bei diesem Mann ist mir bis jetzt nur in den neuen Bundesländern begegnet.
Der andere große ostdeutsche Dokumentarfilmer, Volker Koepp, wird 65. Anläßlich dessen gibt es im Moment einige Filme im Fernsehen und ich kann nur sehr raten, sich diese anzusehen. Letzten Donnerstag gab es „Uckermark“, ein packender Film von 2002, der sich um ein Dorf in der Uckermark dreht und in dem zu Wort kommen: die nach der Wende zurückgekehrte Gutsherrenfamilie von Arnim, die sich rührend kümmert; der legendäre Volksbühnenregisseur Fritz Marquardt mit Kommentaren zum Lande und zur Geschichte; Menschen in AB-Maßnahmen sowie Bauern, für die das zwanzigste Jahrhundert vor allem aus drei Enteignungen bestand: bei der Vertreibung aus Pommern, bei der Zwangskollektivierung zur LPG und nach der Wende, als sie dachten, ihr Land wiederzubekommen, aber vom LPG-Vorsitzenden übers Ohr gehauen wurden.
Aber eigentlich — eigentlich geht es bei Koepp immer um die Landschaft. Die Leute sind nur in die Landschaft geworfen.
Heute 22.45 Uhr im Ersten nun „Söhne“, ein Film über fünf Brüder aus Westpreußen, von denen die Mutter einige mit auf die Flucht an den Bodensee nahm und andere in Polen bleiben mußten.
Auch Demenzkranke wollen und können Freude am Leben haben. Heute werden die Alzheimersche Krankheit und andere fortschreitenden Gedächtnisstörungen deutlich früher im Krankheitsprozess erkannt. Dadurch verändert sich das Bild der Demenz.
Der 34-jährige Spanier Pablo Pineda ist Europas erster Akademiker mit Downsyndrom. Sein Traumberuf Lehrer ist nur noch vier Prüfungen entfernt. So ungewöhnlich ist das nicht: In Spanien gehen 85 Prozent der Kinder mit Downsyndrom in eine reguläre Schule. WELT ONLINE sprach mit Pineda über Lernen, Behinderung und überbehütete Kinder.
Am kommenden Sonntag, dem 21. Juni veranstaltet das Bürgerforum Stralau gemeinsam mit Studenten der TU Berlin einen Ideen-Workshop zum Inseleingang. Das Gelände des ehemaligen Glaswerkes steht seit über zehn Jahren leer. Wir Stralauer wollen in einem gemeinsamen Workshop unsere Ideen für die Zukunft des Geländes entwickeln.
Für die Teilnahme am Workshop reicht es, sich den nächsten Sonntag freizuhalten. Das Bürgerforum wird das Ereignis vor- und nachbereiten und mögliche Ergebnisse in den politischen Prozeß einbringen.
Der amerikanische Agrokonzern Monsanto beherrscht den Markt für gentechnisch verändertes Saatgut. Doch das Unternehmen aus St. Louis verändert auch das Erbgut der Landwirtschaft. Die Bauern sind Abhängige.
Als Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner (CSU) im April den Anbau der genmodifizierten Maissorte „Mon 810“ von Monsanto verbot, wurden Marienkäfer und andere Tierchen ins Feld geführt, um das Verbot zu erklären. Das Verbot solle keine Grundsatzentscheidung sein, hieß es. Eine Grundsatzdiskussion gab es trotzdem. Kritiker werfen der Ministerin Innovationsfeindlichkeit vor. Doch es könnte auch sein, dass es gar nicht um Mon 810 ging, sondern um Monsanto.
Zu eben: im Gespräch hinterher hakelt es zwischen dem Moderator, der ziemlich anbiedernde, aber teils recht ahnungslose Fragen stellt und Heise, der einerseits die Fragen zurechtrückt, andererseits nicht uneitel, aber gut erzählt Schnurren aus der DDR-Dokfilm-Zeit zum Besten gibt. Mir ging es wie den anderen im Publikum, die gern schon viel eher über den doch recht schwierigen Film „Barluschke“ gesprochen hätten. Heises Erklärungen über die extrem krassen Dreharbeiten mit einem Tyrann und Blender als Hauptperson waren zum Verständnis nötig.
Ein typisches Ost-West-Kommunikationsmuster: als der Moderator nach dem Bezirksamt in „Das Haus“ fragte verbesserte Heise ihn ungeduldig: Das hieß damals noch Rat des Stadtbezirks. Genau dieser Satz lag mir in dem Moment auch auf der Zunge, passiert mir auch: sprachlich trotzig reagieren, wenn Westgeborene ihre Vergangenheit für die Norm halten und es war auch in diesem Moment angemessen. Man muß aber aufpassen, daß es nicht zur Marotte wird.
Ein hübsch verrücktes Stück von der Berlinale, jetzt im Kino. Im Dezember 1989 fahren die Einstürzenden Neubauten zu ihrem ersten Auftritt nach Ost-Berlin in den Wilhelm-Pieck-Saal des VEB Elektrokohle in der Herzbergstraße. Nachts schleppt Heiner Müller noch François Mitterand und Jack Lang aus den Offenbach-Stuben an, die im Backstage-Raum Blixa Bargeld die Hand schütteln. Das Jugendmagazin Elf99 des DDR-Fernsehens stellt brave Fragen. Bilder, die Uli Schueppel damals gemacht hat, werden Aufnahmen von heute beigestellt, in denen Konzertbesucher von damals — der Koch des Palasthotels, in dem die Mitterand-Delegation nächtigte, Roland Galenza, Müllers Fahrerin oder Freundin u.a. — den Weg zum Konzert noch einmal abgehen. Auch die Händler des vietnamesischen Großmarktes in der Herzbergstraße, in dessen beeindruckenden Gebäude früher das Kulturhaus war, kommen zu Wort.
Kann Wahrheit wirklich im Diskurs entstehen? Sibylle Tönnies in einem kritischen Essay zu Habermas' Diskurstheorie. Schön auch, daß der Deutschlandfunk die Texte von guten Sprechern einsprechen läßt.
Heute 15–17 Uhr in Schönefeld Kundgebung gegen die erste Massenabschiebung von Vietnamesen seit den Neunziger Jahren durch Bundespolizei, Frontex, Air Berlin und die Landesregierung. Treffpunkt 15 Uhr am Ausgang des S-Bahnhofs Schönefeld.
Der Eklat um die Ausstellung „60 Jahre 60 Werke“ ist ja nur der aktuelle Höhepunkt der Geschichte der selbstgefälligen West-Rezeption der DDR-Kunst vor und nach der Wende. In der heutigen Ausgabe seiner wöchentlicher Kunst-Kolumne in der FAZ auf S. 33 (leider nur gedruckt) stellt Eduard Beaucamp die Netzwerke der westdeutschen Kunstvermarkter dar:
[...]
Die Verfasser des Grundgesetzes waren klüger als manche ihrer heutigen Interpreten. In Artikel 5 Absatz 3 steht: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.“ Von der Kunst wird nicht ausdrücklich Verfassungstreue verlangt.
[...]
Auch unter dem Grundgesetz wimmelte es von Extremisten, Verfassungsverächtern und subversiven Negationisten. Doch die Bundesrepublik hat, noch vor dem Markt, etwas erfunden, was die Rebellen in goldene Fesseln legte. Sie hat die Avantgardisten zu Lehrern und Professoren, damit zu pensionsberechtigten und zur Verfassungstreue verpflichteten Beamten gemacht.
[...]
Die Aussteller huldigen der guten Regierung und präsentieren als Dankesgeschenk psalmodierend die freie Kunst aus der alten Bundesrepublik. Das Pathos nährt sich aus der Genugtuung, daß man diese freie Kunst von der angeblich unfreien aus dem Machtbereich der schlechten DDR-Regierung bis heute getrennt gehalten hat.
[...]
In Berlin feiert die Kunst ein trauriges Jubiläum. Noch nach zwanzig Jahren will die Vereinigung nicht gelingen. Die Ausgrenzung hat eine lange Geschichte. Sie reicht von den Boykotten auf der documenta von 1977, dem Ausschluß Osteuropas von der „Westkunst“-Ausstellung von 1981, den Haßkampagnen der Westkünstler nach 1989, dem wütenden Streit um die Fusion der beiden Berliner Nationalgalerien, dem Entsorgungsversuch der Ostkunst 1999 in Weimar bis zu ihrem Fernhalten bei der Ausstattung des Reichstags 2000. Unter all den beleidigenden Abfälligkeiten der Netzwerker im Berliner Katalog (Kunst aus der DDR sei ein ästhetischer Zoo oder verdunste bald, sie sei nicht gleichrangig und dürfe nicht nachträglich rehabilitiert werden) ist der zynischste Einwand, sie sei verzichtbar, weil sie im Ausland wirkungslos blieb. Gerade das nämlich konnten unsere Netzwerker mit ihren verzweigten Einflüssen bis in die auswärtige Kulturpolitik erfolgreich verhindern. Kommen sie aufs internationale Parkett, wie dank der Amerikaner jüngst in Los Angeles, finden gerade die Ostkünstler größte Beachtung.
Mal selber etwas tun: das große Gelände Glaswerk Stralau am Inseleingang ist seit über zehn Jahren eine Brache. Bevor nun hier das Gleiche wie überall gebaut wird, initiiert das Bürgerforum Stralau eine Bürgerplanung für das Gelände, deren Ergebnisse dann in den politischen Prozeß eingebracht werden.
Hierfür wird ein Workshop, moderiert von Stadtplanungsstudenten der TU Berlin durchgeführt, auf dem bis zu 20 Stralauerinnen und Stralauer gemeinsam planen können. Der Workshop findet am Sonntag, dem 21. Juni von 12–19 Uhr auf dem Jugendschiff am Rummelsburger See statt.
Ich kann’s nicht lassen — eine kleine Bemerkung zum gestrigen Tatort.
Die Geschichte an sich war schon hanebüchen. Aber sie war auch schlecht recherchiert: das deutsche Embryonenschutzgesetz ist zwar, wie im Film gesagt, strenger als das anderer Länder, aber im Moment dürfte der Grund für deutsche Paare, ins Ausland zu gehen, ein anderer sein: im Unterschied zu fast allen anderen Ländern übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland seit 2002 nicht mehr die vollen Kosten. Da werden sich wohl einige umschauen, wo es billiger ist. Andererseits: wenn die Behandlung, wie im Film behauptet, in Österreich 29000 € kostet, gibt es für deutsche Paare keinen Grund, dorthinzugehen, denn hier kostet ein Versuch je nach Behandlungsart zwischen 900 und 4000 €. Davon wird bei verheirateten Paaren über 25, bei denen der Mann unter 50 und die Frau unter 40 ist, die Hälfte von bis zu drei Versuchen von den gesetzlichen Kassen übernommen.